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Jugendfeuerwehr in Bosnien und Herzegowina

Archivbild(Kammerstein) - Jugendfeuerwehr besucht Kammersteiner Partnergemeinde in Bosnien und Herzegowina:
Ein Familientreffen und zugleich eine Abenteuerreise.

 

„Wir sind gespannt, was uns in Bosnien und Herzegowina erwartet!“ – So lautete der etwas skeptische Kommentar eines Teilnehmers an der Informationsreise der Kammersteiner Jugendfeuerwehr in das ferne und unbekannte Bosnien und Herzegowina. Am Ende der Begegnung waren alle von der Kammersteiner Partnergemeinde Petrovac-Drini? begeistert. Land, Leute und vor allem die Gastfreundschaft haben überzeugt.

Seit 2011 besteht die Partnerschaft zwischen der Gemeinde Kammerstein und der Gemeinde Petrovac-Drini?. Delegationen aus beiden Gemeinden treffen sich abwechselnd jedes Jahr. Die Feuerwehr Kammerstein war bereits 2015 in Drinic zu Besuch und übergab dort Weihnachtspäckchen, die von den Kammersteiner Bürgern gespendet wurden.

Erstmals Jugendgruppe zu Gast

Zum ersten Mal seit der Gründung der Partnerschaft besuchte nun eine Jugendgruppe die Gemeinde in Bosnien und Herzegowina. Eine Fahrtstrecke von rund 900 Kilometern lag vor ihnen. Angekommen in der Gemeinde wurden den Jugendlichen von den Kammersteiner Kommandanten Fabian Masching und seinem Stellvertreter und Jugendwart Flo Sander die wichtigsten Gebäude wie Schule, Krankenstation usw. gezeigt bevor man sich auf den Weg ins idyllisch gelegene Jagdhaus machte.

Dort wurde die Kammersteiner Gruppe von Bürgermeister Drago Kovacevic und seiner Frau sowie von den Dolmetscherinnen Marina Latinovic und Rajka Kerkez begrüßt. Nach einem reichhaltigen Abendessen wurde das Wochenprogramm besprochen. Fabian Masching überbrachte dabei auch die Grüße von Bürgermeister Walter Schnell.

An den ersten beiden Tagen spielte das Wetter noch nicht so richtig mit, was einen Bergaufstieg am ersten Tag wegen Nebel nicht möglich machte. Allerdings konnte das Wetter die Stimmung der Gruppe nicht drücken. Spaß hatten die Jugendlichen trotzdem, beim Grillen am offenem Kamin und Karten spielen in einer nur schwer erreichbaren Berghütte. Die Mutigsten von ihnen trauten sich dann noch eine Runde im 14 Grad kalten Bergsee zu schwimmen.

Am zweiten Tag wurde vormittags die Firma Bosnaplast besichtigt, hier werden Plastikflaschen für jegliche Flüssigkeiten hergestellt. Weiter ging es zur Firma Pirna, eine Glaserei, die u.a. auch Türelemente herstellt. Bei einem Spaziergang durch Bosanski Petrovac lernte die Gruppe auch die durch eine Verwaltungsgrenze getrennte Nachbargemeinde kennen. Vor dem Krieg waren die beiden Gemeinden eine Einheitsgemeinde mit verschiedenen nationalen und religiösen Bevölkerungsgruppen. Am Nachmittag war die gesamte Mannschaft bei einer befreundeten Familie zum traditionellen Eintopfessen und Grillen eingeladen.

Besuch in Banja Luka

Am dritten Tag machte sich die Jugendgruppe mit Bürgermeister Drago Kovacevic schon früh auf den Weg nach Banja Luka. Vorbei an hohen Bergen, Tierherden und zerstörten bzw. leerstehenden Gebäuden nahmen die Jugendlichen und ihre Betreuer an einer Stadtführung durch Banja Lukla teil.

Nach einer Stärkung mittags ging es weiter zu den zwei Wachen der Berufsfeuerwehr Banja Luka. Dort informierten die Kommandanten die Jugendlichen über Fahrzeuge, Einsätze, Tagesablauf usw. Der große Unterschied kristallisierte sich schnell heraus, während in Deutschland nur noch 10-20 % der Einätze Brände sind und der Rest technische Hilfeleistungen ist es auf Grund der ausgedehnten Wälder um Banja Luka umgekehrt. Am späten Nachmittag hatte die Jugendlichen Zeit noch ein wenig durch die Innenstadt von Banja Luka zu streifen.

Tolle Naturerlebnisse

Die letzten zwei Tage ging es wieder in die Natur. Zunächst fuhr die Jugendgruppe nach Sipovo an den Fluss Pilva. Am Vormittag erklärte der Weltmeister im Fliegenfischen den Jugendlichen wie man fischt und die „Fliegen“ baut, bevor sich die Gruppe selbst daran versuchen durfte. Erst auf dem Trockenen ohne Haken, danach im Fluss.

Tröstende Worte fand der Weltmeister bereits bevor es ans Fischen ging: Wir sind hier um zu fischen, nicht um einen Fisch zu fangen, wenn ihr das wollt, müsst ihr in eine Fischzucht gehen!“ Fliegenfischen ist die Königsdisziplin im Fischen und auch am schwersten zu erlenen. Leider hatten alle keinen Erfolg, sodass es zum Mittag Hühnchen gab. Nachdem sich alle gestärkt hatten, stand eine kleine Wanderung zu den drei Quellen der Pilva auf dem Programm. Kaltes klares Wasser strömte aus den Quellen, die nur durch ein wenig Kletterei erreicht werden konnten.

Aufregend und spannend war das Wildwasser-Rafting auf der Una. Jeder bekam einen Schutzhelm, Neoprenanzug und Schuhe, da das Wasser der Una nur 12 Grad hatte. Nach einer kurzen Einweisung durch den ehemaligen Nationalteamtrainer Bosnien-Herzegowinas Senad Zulic-Bijeli wurden die Mannschaften auf die Boote aufgeteilt und zum Startpunkt gefahren. Noch schnell Getränke ins Boot und los ging es zum 3 1/2 Stunden langen Rafting mit bis zu 6 Meter hohen Wasserfällen. Das Wasser der Una war so klar, dass man mehrere Meter tief bis zum Grund schauen konnte.

Während des Raftings gab es immer wieder Pausen, so dass die, die sich trauten entweder von einem Fels aus luftiger Höhe ins Wasser springen konnten oder von einer stillgelegten Eisenbahnbrücke. Am Ziel wurden dann die Jugendlichen mit einem reichhaltigen Mittagessen belohnt. Am Ende des Tages luden dann noch die Freunde aus Drinic die Gäste zu einem großen Festschmaus ein.

Unvergessliche Tage

Kommandant Masching und Jugendwart Sander bedankte sich recht herzlich bei Bürgermeister Drago Kovacevic, seiner Frau sowie allen, die für diese unvergessliche Woche gesorgt hatten. Ein großes Dankeschön erhielt Bürgermeister Kovacevic, weil er sich – trotz anstehender Wahlen - die Zeit nahm, die Jugendgruppe die komplette Woche zu begleiten. Die Kommandanten überreichten allen kleine Präsente als Dankeschön.

Alle waren sich einig, ein Erlebnis der ganz besonderen Art! Die Gastfreundschaft, die die Jugendlichen und Betreuer erlebt haben, die Landschaften, die unberührte Natur, die Abenteuer aber auch die Überreste des Krieges werden den Jugendlichen noch lange in Erinnerungen bleiben. Unterstützt wurde die Jugendfeuerwehr von der Gemeinde Kammerstein sowie den Firmen Frank Behnke und Wittmann Transporte. Hinweis: Der Artikel und die Bilder wurden von der Feuerwehr Kammerstein eingereicht und zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank


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Archivbeitrag: 1040 - 2016-10-20 22:41:30

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Dietmar Hättig

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