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Feuerwehrmänner im Kampf gegen den Flashover

ArchivbildDie Bekämpfung eines Zimmerbrandes übten gestern Nachmittag acht Feuerwehrmänner in einem Brandcontainer vor dem Gebäude der Hilpoltsteiner Wehr.

 

"Der Brandcontainer ist für uns die einzige Möglichkeit, einen Zimmerbrand unter realistischen Bedingungen zu üben", sagt Wolfgang Kaiser, Kommandant der Hilpoltsteiner Feuerwehr. Insgesamt 64 Kameraden will er in den nächsten Tagen in die Flammenhölle schicken, damit sie im Ernstfall schnell und richtig reagieren können.

Nach einem ausführlichen theoretischen Teil schlüpfen die Feuerwehrmänner in ihre Schutzanzüge, setzen die Helme auf, legen die Sauerstoffflaschen an und ziehen die Schutzmasken über. Die Flaschen werden aufgedreht und schon sind die Männer von der Umgebungsluft unabhängig, können ungefährdet in das Innere des brennenden Containers.

Übungsleiter Marco Braunschweig weist die Männer im aufsteigenden Qualm nochmals kurz ein, dann wird die Tür des Containers geschlossen. Durch die brennenden Spanplatten im Innenraum entsteht eine Rauchgasentwicklung, wie sie auch durch verbrennende Möbel in einem Zimmer entstünde. Dann wird die Stahltür des Containers geöffnet, was dem Öffnen der Zimmertür beim Eintreten der Feuerwehrmänner entspricht.

Die Sauerstoffzufuhr sorgt für eine sofortige Entzündung des Rauchgases, den so genannten Flashover. Dann fegt eine Feuerwand mit einer Temperatur von bis zu 800 Grad Celsius über die Köpfe der Feuerwehrmänner hinweg.

Die haben es in ihren Schutzanzügen nicht leicht: 153 Grad Celsius misst Wolfgang Kaiser mit einer Messpistole in Kopfhöhe seiner Kameraden. Durch die starke Rauchgasentwicklung sehen diese fast nichts mehr und die Temperatur steigt weiter an.

Jetzt hilft nur noch eine schnelle Reaktion: Mit wenigen kurzen Wasserstößen wird das Rauchgas soweit abgekühlt, dass kein weiterer Flashover entstehen kann. Dann erst können sich die Männer der Bekämpfung des eigentlichen Brandes widmen.

Nach 30 Minuten haben es die acht Mann überstanden, sie kommen schwitzend und sichtlich ermattet aus dem Container. Nichts wie runter mit der Schutzmaske, nichts wie weg mit dem Helm, wieder ein bisschen frische, kühle Luft atmen.

Zusammen kontrollieren sie ihre Schutzanzüge, legen alles für die Kameraden bereit. Doch das dauert: Der Container ist so aufgeheizt, dass er vor der nächsten Übung zwei Stunden abkühlen muss.

Hinweis:
Der Bericht erschien im Hilpoltsteiner Kurier.
Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Berichts auf unserer Homepage liegt vor. Vielen Dank hierfür.


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Archivbeitrag: 265 - 2007-07-04 18:20:52

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Dietmar Hättig

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