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Notfallseelsorge im Landkreis Roth

ArchivbildMit dem klerikalen Erste-Hilfe-Koffer

Notfallseelsorge und Kriseninterventionsteam ergänzen die Rettungskette - Gottesdienst

 

Feuerwehr, Polizei, Technisches Hilfswerk, Sanitäter - sie alle tragen kompetent und mit hoher Einsatzbereitschaft dazu bei, Leben zu retten, das in Gefahr geraten ist. Jüngstes Glied in der regionalen Rettungskette ist seit Anfang 2006 die Notfallseelsorge Landkreis Roth/Stadt Schwabach, die wiederum seit rund einem Jahr vom im Aufbau befindlichen Kriseninterventionsteam Mittelfranken Süd ergänzt wird. Angehörige der Rettungskräfte, der Notfallseelsorge und der Krisenintervention feierten nun auf Einladung der Dekane beider Konfessionen einen ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Kirche.

Getragen wird die Notfallseelsorge für den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach vom evangelischen Dekanat Schwabach und den katholischen Dekanaten Roth und Hilpoltstein. Den Gottesdienst gestalteten mit Klaus Stiegler, Alfred Rottler und Franz-Josef Gerner alle drei Dekane gemeinsam. Die Geistlichen dankten allen, die ihre Kraft und ihr Engagement im Sinne der tätigen Nächstenliebe für in akute Notsituationen geratene Mitmenschen einsetzen und versicherten alle Hilfskräfte des himmlischen Zuspruchs für ihr Tun auf Erden. Im Zusammenwirken technischen, medizinischen und seelsorgerischen Beistands sei umfassende Hilfe in akuten Notsituationen möglich. In plötzliche Krisen geratene Menschen sollen erfahren, dass sie trotz allen Unglücks weder von Gott noch von den Menschen verlassen sind.

«Gott berührt die Welt durch heilsame Berührungen» stand als Thema über dem Gottesdienst. In seiner Predigt wies Dekan Klaus Stiegler auch darauf hin, das rechte Maß zwischen Geben und Nehmen zu beachten. Besonders die Menschen, die viel zu geben bereit seien, bräuchten Quellen zum Kraftschöpfen. Dazu solle auch der jährliche Gottesdienst beitragen.

Rund 30 Mal waren die Notfallseelsorger der Region 2007 im Einsatz und leisteten «Erste Hilfe für die Seele». Die zurzeit 17 Mitarbeiter der Notfallseelsorge – alle sind hauptamtliche Mitarbeiter der Evangelischen oder Katholischen Kirche, die diesen Dienst aber freiwillig und ehrenamtlich ausüben - haben jeweils eine Woche lang Rufbereitschaft und eilen ausschließlich nach Anforderung durch die Rettungsleitstelle zu den Einsätzen.

Nachts und am Wochenende

Meist nachts oder an Wochenenden und Feiertagen, eben dann, wenn ein Seelsorger vor Ort nicht oder nur schwer zu erreichen ist, klingelt das Notfallseelsorge-Handy. Ausgestattet mit klerikalem Erste-Hilfe-Koffer und reflektierender Einsatzjacke sind Notfallseelsorger von den anderen Hilfskräften schnell zu identifizieren.

Dabei sind die Einsatzorte rein äußerlich viel weniger spektakulär als das auffällige Erscheinungsbild der Geistlichen in Knallgelb vermuten lässt: Rund 80 Prozent der Einsätze finden im häuslichen Bereich statt. Die Notfallseelsorger kümmern sich dann zum Beispiel um zurückbleibende Angehörige nach einem Unfall oder plötzlichen Todesfall, wenn die Sanitäter nach erfolgloser Reanimation schnell aufbrechen müssen. Sie stehen schockierten Eltern im Falle plötzlichen Kindstods zur Seite, begleiten die Polizei, wenn Todesnachrichten zu überbringen sind, werden zu akut suizidgefährdeten Personen oder den Angehörigen von Menschen gebracht, die einen Suizidversuch unternommen haben.

Mit ihrem Einsatz halten die Notfallseelsorger den anderen Einsatzkräften den Rücken frei, damit diese sich ihren Aufgaben widmen können. Dabei ist es keine Seltenheit, dass die Notfallseelsorger viele Stunden, oft ganze Nächte, bei den Betroffenen bleiben, bis diese einen stabilen Eindruck machen oder an Angehörige oder andere Helfer übergeben werden können. Immer erfolgt auch eine schnelle Information des zuständigen Pfarrers.

Nach besonders belastenden Einsätzen können die Notfallseelsorger auch den Mitarbeitern der Rettungsdienste im Gespräch helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Diesen aufwendigen Arbeitsbereich weiter auszubauen, ist ein Ziel, das sich die Notfallseelsorger für die Zukunft vorgenommen haben.

Was aber, wenn ein Betroffener, der nach Einschätzung der Einsatzkräfte sofortiger psychosozialer Unterstützung bedarf, das Angebot der Kirchen ablehnt? Diese Lücke im Rettungsnetz schließt seit 2007 das Kriseninterventionsteam. Beim BRK haben 2007 zehn Mitarbeiter eine entsprechende umfangreiche Ausbildung durchlaufen und begleiten die Notfallseelsorger bei Einsätzen erst als Hospitanten, mittlerweile die ersten als hoch geschätzte Partner.

Sowohl Pfarrer Christoph Thiele, Koordinator des vierköpfigen ökumenischen NFS-Leiterteams, als auch Jürgen Geißler, der das Kriseninterventionsteam Mittelfranken Süd leitet, lobten beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal die Zusammenarbeit zum Wohl der Menschen.


Der Artikel erschien am 11.01.2008 in den Nürnberger Nachrichten (Roth-Hilpoltsteiner Zeitung)

Die Veröffentlichung des Artikels auf dieser Homepage erfolgt mit Genehmigung der Nürnberger Nachrichten.

Vielen Dank für die Genehmigung.


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Archivbeitrag: 302 - 2008-01-14 19:47:42

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Dietmar Hättig

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