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(www.kfv-roth.de) - Ab sofort ist unser Archiv online. Diese Internetseite wurde am 15. April 2004 offiziell online geschalten und hat seit dem über 900 Artikel dargestellt.
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Versammlung der Führungskräfte

„Was Sie geleistet haben ist sehr hohes Niveau, ist fast nicht mehr zu toppen“, lobte Landrat Herbert Eckstein die Führungskräfte und Mannschaften der 138 Feuerwehren des Landkreises anlässlich der Jahreshauptversammlung der Feuerwehrkommandanten und besonderen Dienstgrade des Landkreis Roth.

 

Der oberste Feuerwehrmann des Landkreises hielt eine motivierende Grundsatzrede und ermutigte alle Floriansjünger: „Dank an alle, die ein bis zwei Jahre lang keinen Einsatz hatten und dann im Ernstfall doch alles richtig machten“.

Landrat Herbert Eckstein freute sich, dass es viele engagierte Menschen gibt. So können die 138 Feuerwehren auf 5321 Dienstleistende, davon 380 weibliche, zurückgreifen. Ganz besonders erfreulich, dass die 57 Feuerwehrjugendgruppen mit 707 Feuerwehranwärtern, 176 davon sind weiblich, einen positiven Akzent setzen. „Ihr seid keine Egoisten und Wegschauer, ihr übernimmt, wie viele Menschen in anderen Hilfs- und Rettungsorganisationen auch, Verantwortung für Leben, Hab und Gut der Mitbürger“, rief Eckstein den Rothelmen ins Gedächtnis.

Die männliche Domäne der Feuerwehreinheiten bröckelt, immer mehr Frauen stoßen zum Dienst an das Technische Gerät. „Frauen können genau so viel leisten“, ist sich Eckstein sicher und alle Kommandanten, in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern, müssen verstärkt darüber hinausdenken, wie ein Feuerwehrdienst unter den heutigen beruflichen Gegebenheiten und der starken Pendlerbewegungen aufrecht erhalten werden kann. Hier die ortsansässigen Frauen einzubinden ist nur ein logischer Schritt.

Sehr wichtig ist die Nachwuchsarbeit, denn die „Jugend ist die Zukunft der Feuerwehr“. Alle Verantwortlichen müssen sich um den Nachwuchs kümmern und dafür sorgen, dass der positive Trend, der Zulauf zur Jugendfeuerwehr nicht wegbricht. Es gut, dass die Jugendfeuerwehrleiter bereits in Kindergärten und Schulen, mit Tag der offenen Türen und viel Phantasie die Kinder spielerisch mit der Feuerwehr in Verbindung bringen. „Wer in jungen Jahren lernt in einer Gruppe zu denken und zu arbeiten, leistet auch später in der Gemeinschaft und für das Gemeinwohl sehr viel“, gab sich Eckstein überzeugt.
Eckstein lobte in diesem Zusammenhang die gut organisierten und erfolgreichen Jugendfeuerwehrtage 2004 in Rohr und 2005 in Roth, die die wichtige und beliebte Gelegenheit bieten, das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

„Die neuen Förderrichtlinien sind Einsparungsrichtlinien“, so Eckstein und treffen besonders die finanzschwachen Gemeinden mit sehr vielen Ortsteilwehren. Deshalb müsse verstärkt miteinander die Entscheidungen über die noch verbliebenen Fördergelder getroffen werden, „wobei viele Ortswehren mit weniger auskommen müssen“. Weniger, so der Landrat, bedeutet nicht automatisch schlechter, es muss für vernünftige Ausgleiche gesorgt werden, die Kooperationen zwischen den Wehren sind auszubauen.

Feuerwehrhäuser werden im Zuge der Sparmaßnahmen „abfinanziert“, die Feuerwehrautos weiterhin mit Zuschüssen gefördert. Die Förderungen werden sich auf Fahrzeuge beschränken, die zur unmittelbaren Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung benötigt werden, jedoch in noch engerer Absprache mit dem Kreisbrandrat und unter der Berücksichtigung der Ausrüstung der Nachbarwehren. Tragkraftspritzen, die das Rückrat der kleinen Ortsfeuerwehren darstellen, werden weiterhin bezuschusst.

Statistik heißt für den Landrat: „Immer bereit sein, deshalb sind starke Stützpunktwehren notwendig, aber auch die Ortsteilwehren, die schnell Erste Hilfe leisten können“. 492 Technische Hilfeleistungen, 129 Brandeinsätze, 148 Sicherheitswachen und 89 Fehlalarmierungen ergaben 858 Einsätze, die im Landkreis im Jahr 2004 zu absolvieren waren. Als herausragenden Einsätze bezeichnete Eckstein das Schiffsunglück bei Leerstetten, den Gefahrengutunfall auf der Autobahn A9 bei Offenbau, die Großschadensübung bei Kolbenhof/Alfershausen sowie die Brandübungscontainer in Georgensgmünd.

Die ICE-Neubaustrecke Nürnberg – München mit seinen vielen Tunnels stellt für die anliegenden Ortsfeuerwehren eine besondere Herausforderung dar. Eckstein forderte die Verantwortlichen auf, mehr Geld für die neuen Aufgaben der Wehren zur Verfügung zu stellen, denn die neuen Gegebenheiten erfordern neue psychische und physische Belastungen für die Feuerwehrleute, erfordern detaillierte Einsatzpläne und Übungseinheiten, erfordern erweiterte Abstimmungen mit vielen anderen Rettungs- und Hilfsdiensten wie Polizei, THW, BRK, um nur einige zu nennen.

„Der Landkreis Roth steht nicht unter Zeitdruck, derzeit spricht aus sachlichen und Kostengründen vieles für eine integrierte Leitststelle in Schwabach. Wichtig ist für den Landrat, dass die richtigen Organisationen und die richtigen Leute gerufen werden, möglichst mit einer einheitlichen Rufnummer.

Die Atemschutzausbildungsstätte in Roth kann auf das 20 jähriges Bestehen zurück blicken. KBM Hans Wolfsberger, unterstützt von seinen 14 Ausbildern, leistet „eine sehr gute und von großer Verantwortung geprägte Arbeit“. Betreut werden alle Feuerwehren mit Atemschutzausrüstung, aber auch das THW und die Bundeswehr. Nahezu 4000 Frauen und Männer der Landkreisfeuerehren haben in der Vergangenheit ihre Aus- und Fortbildung absolviert, insbesondere die jährlichen Pflichtübungen. Rund 50 Frauen haben sich seit 1996 als Atemschutzträgerinnen ausbilden lassen. Allein in 2004 wurden 5 Lehrgänge durchgeführt, haben 880 Feuerwehraktive, 38 THW-Helfer und 89 bundeswehrangehörige ihre jährlich vorgeschriebenen Pflichtübungen erfüllt. Wie wichtig Atemschutzträger sind, zeigt, dass zwei Drittel der 130 Brandeinsätze im abgelaufenen Jahr einen Atemschutzeinsatz erforderten.

Eckstein lobte die „gut gelungene“ Homepage, forderte aber gleichzeitig auf: „Redet miteinander, das verbindet mehr als Elektronik“. Auch die Spendenbereitschaft der Floriansjünger wurde gewürdigt, denn Menschen die schon aktiv helfen, helfen finanziell noch ein mal. Und „wer feste arbeitet muss auch Feste feiern“, diese schaffen das Zusammengehörigkeitsgefühl, das Verstehen und die Kameradschaft untereinander.

Gastgeber Bürgermeister Jürgen Spahl freute sich, dass nach über 20 Jahren wieder eine Jahreshauptversammlung der Feuerwehrkommandanten in Rednitzhembach abgehalten wurde. Er betonte die Sonderstellung im Landkreis, denn die Gemeinde Rednitzhembach hat eine Stützpunktwehr und keine Ortsteilwehren. Damit können die Investitionen gezielt und gebündelt einer Wehr zu gute kommen, müssen die Anschaffungen nicht auf viele Ortsteilwehren gesplittet werden. Nachdem die Fördergelder von Statd und Landkreis nur noch tröpfeln, müssen viele Gemeinden entscheiden, was für die Feuerwehren machbar ist, müssen andererseits die Nachbargemeinden zusammenrücken, um den hohen Leistungsstand zu halten.

Für Kreisbrandrat Hans Deß ist klar, dass wegen der Zuschussstreichungen alle Ehrenamtlichen noch stärker in die Pflicht genommen werden. Deshalb sind mittel- und langfristige Beschaffungsplanungen mit den Gemeinden erforderlich. „Wir haben keinen Grund zum Jammern, weil in den fetten Jahren die Möglichkeiten perfekt genutzt wurden“, machte Deß den Anwesenden Mut. Deß beschwor die überörtliche Zusammenarbeit bei Ausbildung und Einsätzen und forderte eine „bewusste Feuerwehr-Außenpolitik“ über die Landkreisgrenzen hinaus.

Auch die Alarmplanung und Tagessicherheit wackelt noch nicht, trotzdem müssen separate Pläne für den Tages- und Nachtdienst verstärkt erstellt werden. Durch die starke Pendlerbewegung, die Abnahme der Landwirtschaft, der Mobilität der Arbeitnehmer und der nicht mehr so großzügigen Unternehmer wird es immer schwerer, eine Tagesbereitschaft zu stellen. Hier können einerseits die Frauen in den Wehren für Abhilfe sorgen, andererseits müssen Nachbargemeinden miteinander reden, um die Mannschaftsstärken beim Technischen Gerät aufrecht zu erhalten, denn für Deß ist es wichtig, dass der Grundsatzauftrag der Freiwilligen Feuerwehren erfüllt wird: „Der abwehrende Brandschutz und die technische Hilfsdienste sind innerhalb 10 Minuten flächendeckend zu leisten“

Die Landkreisführung ist auch bestrebt, die Notfallseelsorge wieder auf sichere Beine zu stellen. Gespräche mit der Diözese Eichstätt und den Verantwortlichen der evangelischen Kirche sind in vollem Gange. Probleme bereitet zunehmend der ruhende Verkehr mit seinen zugeparkten Zufahrtsstraßen. Oft sind Sekunden entscheidend, dann müssen sich die Helfer mit ihren großen Fahrzeugen zeitraubend durchschlängeln, wusste Deß zu berichten und appellierte an die Bevölkerung bewusst zu parken und Rettungswege frei zu halten.


Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Feuerwehrkommandanten und besonderen Führungsdienstgrade des Landkreises Roth wurden verdiente Aktive geehrt.



Das Bild zeigt Landrat Eckstein und Kreisbrandrat Deß mit den Geehrten.



Kreisbrandrat Hans Deß hob hervor, dass die Ehrungen nicht inflationär gestaltet werden, sondern nur herausragende Persönlichkeiten mit großen Verdiensten um die Freiwillige Feuerwehr bekommen. Hans Meier aus Rednitzhembach wurde zum Ehrenkreisbrandmeister, Hermann Kratzer aus Greding-Heimbach zum Kreisbrandmeister ernannt.

Das Bayerische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber bekamen KBM Hans Wolfsberger und KBM Martin Schoplocher aus Georgensgmünd verliehen. Kreisbrandrat Hans Deß und Landrat Herbert Eckstein steckten Gerhard Lösel aus Roth und Kommandant Hans Ellinger aus Thalmässing-Reinwarzhofen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ans Revers. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 Jahre aktive Dienstzeit durfte Kommandant und KBM Hermann Kratzer aus Greding-Heimbach entgegen nehmen.

Eine besondere Ehrung erfuhr KBM Hans Meier, der das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold samt Urkunde aus der Hand von Eckstein und Deß bekam und gleichzeitig zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt wurde. „Du hast eine großartige Leistung vollbracht und Brücken gebaut“, lobte Deß den neuen Ehrenkreisbrandmeister.

Meier hatte die Feuerwehr-Grundausbildung im gesamten Landkreis vereinheitlicht und in die Gemeindefeuerwehren getragen. In seiner kurzen Dankrede, erinnerte Meier daran, dass er „43 Jahre Feuerwehr mit allen Höhen und Tiefen, aber vorwiegend schönen Zeiten erlebt“ hat. In seiner Ära als erster Kommandant von Rednitzhembach wurden die Ortsteilwehren zu einer schlagkräftigen Stützpunktfeuerwehr vereinigt, wurde das zentrale Feuerwehrhaus gebaut und die Ausrüstung richtungsweisend modernisiert. Seit 1999 ist Meier Kreisbrandmeister.

„Ich habe meine Freizeit gerne für die Feuerwehr geopfert“, bekundete Hans Meier. Für ihn ist es wichtig, dass die Grundausbildung zwar den Erfordernissen der Zeit angepasst wird, aber immer einheitlich im gesamten Landkreis bleibt. Der neue Ehrenkreisbrandmeister hat 129 Lehrgänge eröffnet und 3229 Floriansjünger, in Zusammenarbeit mit Fred Röttenbacher, geschult und geprüft. Für Meier ist die einheitliche Grundausbildung das Fundament eines jeden Feuerwehrlers im Landkreis, wobei aus den Anfängern durchaus Kommandanten werden können. Nicht ohne Stolz zeigte Meier auf, dass etwa 30 Prozent der anwesenden Kommandanten durch seine Schule gegangen sind. „Bitte unterstützt meinen Nachfolger Hermann Kratzer so wie ihr mich unterstützt habt“, bat der Ehrenkreisbrandmeister die Anwesenden Kommandanten und Führungskräfte.



Hans Meier mit Landrat und Kreisbrandrat


Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehrkommandanten und besonderen Dienstgrade der Führungsdienstgrade des Landkreises Roth nahmen Landrat Herbert Eckstein und Kreisbrandrat Hans Deß zum Anlass, die neu gewählten Feuerwehrkommandanten vorzustellen.

Wie es bei der Feuerwehr guter Brauch ist, wurden die „Neuen“ per Handschlag verpflichtet.

Carlheinz Hämmel, neuer Kommandant der Feuerwehr Hausen, ist mit 26 Jahren einer der jüngsten Feuerwehrchefs der 138 Wehren im gesammten Landkreis Roth. Ferner wurden verpflichtet: Theodor Hiemer, Feuerwehr Obermässing, Egbert Petz, Feuerwehr Allersberg, Wolfgang Schröppel, Feuerwehr Röthenbach/St. Wolfgang, Christian Harrer, Feuerwehr Herrnsberg, Peter Link, Feuerwehr Mindorf, Helmut Brandl, Feuerwehr Lampersdorf, Werner Lorenz, Feuerwehr Sperberslohe.



Das Bild zeigt die neu gewählten Kommandanten zusammen mit Landrat Herbert Eckstein und Kreisbrandrat Hans Deß.


Hinweis: Der Bericht wurde von Vertretern der örtlichen Presse zur Verfügung gestellt und geringfügig abgeändert.
Vielen Dank an die Vertreter der Presse.


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Archivbeitrag: 124 - 2005-04-12 21:44:40

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Sie finden hier einen Gesamtüberblick Über das Feuerwehrwesen im Landkreis Roth. Neben der Erläuterung der vielfältigen Aufgaben soll diese Site auch als Medium für die Feuerwehren selbst dienen..

Dietmar Hättig

Die Feuerwehren im Landkreis Roth

  • 5.137 Feuerwehrfrauen und Männer
  • 136 Feuerwehren
  • 913 Atemschutzgeräteträger
  • 50 Jugendfeuerwehren
  • 500 Jugendfeuerwehrleute
  • 300 Fahrzeuge
  • 900 km² Bereich
  • 124.000 Einwohner

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