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Atemschutz-Übungsstrecke muss modernisiert werden

Module als Lösung? - Atemschutzübungsstrecke muss modernisiert werden -

ROTH (stt) — Seit zwei Jahrzehnten gibt es in der Kreisstadt Roth eine Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren im Landkreis. Um auf neue Herausforderungen optimal reagieren zu können, steht nun eine Modernisierung zur Diskussion.

 

Vor 20 Jahren war es ein Quantensprung. Mit der Einrichtung der Atemschutzübungsstrecke in Roth wurde nicht nur die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger in den Landkreis verlegt. Auch Training, Tests und Fortbildungen waren nun wohnort- und einsatznah möglich. „Etwa 4000 Feuerwehrleute sind hier in 20 Jahren durchgeschleust worden“, schätzt Kreisbrandrat Hans Deß. Alles unter ehrenamtlicher Leitung. Nun überlegt man beim Landkreis, wie die Atemschutzübungsstrecke an neue Herausforderungen angepasst werden kann.

Konkrete Vorstellungen

„Wir haben nicht geglaubt, dass uns die Entwicklung so schnell einholt“, gesteht Hans Deß beim Pressetermin anlässlich des 20. Geburtstags des Gebäudes hinter der Rother Feuerwache. Landrat Herbert Eckstein hat bereits konkrete Vorstellungen, wie eine Modernisierung aussehen kann. „Wir müssen eine neue Einrichtung entwickeln, die wieder einen Quantensprung schafft.“ Ihm schwebe ein flexibles System vor, sagt Eckstein, weil man heutzutage nicht mehr für die Ewigkeit bauen könne. Eckstein will das Kerngebäude erhalten und neue Übungsbereiche als mobile Container-Module je nach Bedarf „dranklicken“.

Heute müssen übende Feuerwehrleute im Schutzanzug mit 17 Kilo auf dem Rücken in einer Art Gitterkasten Steigungen überwinden, sich durch winzige Öffnungen zwängen, in einer Röhre vorwärtsrobben, kleine Leiternhochkraxeln und immer damit rechnen, dass in absoluter Finsternis unerwartet eine Matratze oder eine Metalltonne vor ihnen auftaucht.

Nebel auf Knopfdruck

Auf Knopfdruck füllt sich der Raum mit einer Art Nebel. Vom Band lassen sich ohrenbetäubender Lärm und die Schreie Verletzter einspielen. Ein rotes Licht flackert. Allein die Hitze läßt sich nicht simmulieren. Dafür braucht man den Brandcontainer.

Angesichts des 20-jährigen Bestehens der Atemschutzübungsstrecke in Roth war der Landrat indes nicht nur in die Kreisstadt gekommen, um Stellung zur Zukunft zu nehmen. Für ihre Leistungen über lange Jahre in der Vergangenheit hat sich Herbert Eckstein bei den Vätern und verdienten Mitarbeitern der Atemschutzübungsstrecke mit einem Bildband des Landkreises Roth bedankt.

Hans Brüchle war 1984 als Kreisbrandrat ein ebenso entschiedener Befürworter wie sein Stellvertreter Georg Lösel. Als Ausbildungsleiter war Jürgen Wittmann aus Roth 16 Jahre lang ehrenamtlicher Chef in der Gartenstraße. Sein Nachfolger wurde vor vier Jahren Hans Wolfsberger aus Georgensgmünd. Der 46-jährige Gerhard Lösel hat vor 20 Jahren zur Gruppe derjenigen gehört, die als erste Lehrgang und Prüfung für Atemschutzgeräteträger absolviert haben. Bis heute gibt er sein Wissen und seine Erfahrungen als Lehrgangsleiter und Trainer weiter.

Einsatznahe Vorbereitung

Kreisbrandrat Hans Deß und Kreisbrandinspektor Erwin Schlager wissen als Spitze der Feuerwehrführung im Landkreis um die Bedeutung des Atemschutzes. An Brandstellen sei die Atemluft in zwei Drittel der Fälle mit Brandrauch und Atemgiften erfüllt. In der Atemschutzübungsstrecke können die Feuerwehrleute unter einsatznahen Bedingungen verschiedene technische Hilfeleistungen sowie Orientierung und Verständigung erproben. „Optimale Vorbereitung auf den Ernstfall“, so Hans Deß. Von den etwa 5500 Feuerwehrleuten im Landkreis sind cirka 900 als Atemschutzgeräteträger ausgebildet.

Von den derzeit 450 Feuerwehrfrauen des Landkreises verfügen etwa 50 über die selbe Qualifikation und eine arbeitet bereits im Atemschutzteam mit. Die 22-jährige Tanja Glöckner aus der Kreisstadt Roth ist die erste weibliche Ausbilderin an der Gartenstraße.

Sorgfalt ist nötig

Gegenwärtig sind dort unter der Leitung von Hans Wolfsberger, Kreisbrandmeister für den Bereich Atemschutz, 14 Feuerwehrleute ehrenamtlich im Einsatz. Sie bilden aus, nehmen Prüfungen ab, führen Lehrgänge durch und warten die Sauerstoffflaschen und Atemschutzmasken.

„Hier ist Sorgfalt gefragt, schließlich geht es dabei um das Leben der Feuerwehrleute“, sagt Hans Deß. Bundesweit sind im Jahre 2003 immerhin sechs Retter bei Atemschutzeinsätzen ums Leben gekommen.

Etwa 200 Atemschutzeinsätze fallen im Landkreis Roth pro Jahr an. Zu Unfällen mit schweren Verletzungen oder gar Todesfolge ist es dabei in 20 Jahren noch nie gekommen.

© ROTH-HILPOLTSTEINER VOLKSZEITUNG


Nahezu 4000 Feuerwehrleute wurden in den vergangenen 20 Jahren durch die Atemschutzübungsstrecke Roth geschleust. Derzeit wird überlegt, wie die Anlage den gestiegenen Anforderungen angepasst werden kann.
Foto: Schmitt


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Archivbeitrag: 104 - 2004-12-13 08:23:48

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Dietmar Hättig

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