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Neuwahlen in Marquardsholz

Archivbild(Marquardsholz) Martin Eckmann heißt der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Marquardsholz, der Peter Kroner nach dessen 32-Jähriger Tätigkeit als Kommandant ablöst. Die aktiven Mitglieder der Wehr haben ihn einstimmig gewählt.

 

Die gesamte Führungsriege der Feuerwehr im Landkreis Roth war nach Marquardsholz gekommen, um Peter Kroner nach dessen 32-Jähriger Kommandantur offiziell in den Ruhestand zu verabschieden.

Ehe dies geschah, berichtete der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Marquardsholz, Johann Gerner im Rahmen der Jahresversammlung über das Geschehen des vergangenen Jahres. Er erwähnte hierbei besonders, dass man beim Viktualienschießen der FSG Hilpoltstein den Meistbeteiligungs- und viele weitere Preise „erschossen“ habe. Weitere Höhepunkte seien die Silvesterfeier, das Preisschafkopfturnier, das Maibaum-Aufstellen und das Dorffest, bei dem man – wie Gerner ausdrücklich betonte – durch die Kapellenrenovierung einen besonderen Draht nach „oben“ gehabt habe, da das Wetter nur am Vatertag einigermaßen erträglich gewesen sei. Gerner dankte allen, besonders den Frauen, für ihre Mithilfe bei der Bewirtung der Gäste und berichtete, dass die Wehr aus 25 Aktiven, 3 Ehrenmitgliedern und 83 Vereinsmitgliedern bestehe.

In seinem letzten Bericht, freute sich „Noch-Kommandant“ Peter Kroner, dass die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Mittelfranken Süd für die angeschlossenen Feuerwehren eine Riesen-Erleichterung sei. Vor allem, weil nach der Errichtung der Zone Marquardsholz die Wehr nunmehr exakt planen könne. In seinem Rückblick erwähnte Kroner unter anderem den Motorsägen-Lehrgang, die Teilnahme am Florianstag und die acht Einsätze, die aus drei Technischen Hilfeleistungen und fünf Sicherheitswachen bestanden hätten. Insgesamt hätten die Aktiven neben den 167 Übungsstunden 410,5 Einsatzstunden ehrenamtlich erbracht.

Danach blickte Peter Krone teilweise ein wenig wehmütig auf die 43-Jährige Zeit zurück, in der er aktiver Feuerwehrmann gewesen sei: 1967 sei er als 17-Jähriger in die Freiwillige Feuerwehr Untermässing – seinem damaligen Heimatort – eingetreten. Nach seiner Heirat und einem kurzen „Gastspiel“ bei der Feuerwehr in Pierheim sei er – nach seinem Hausbau in Marquardsholz – der „Löschgruppe Marquardsholz“ bei der Freiwilligen Feuerwehr Hofstetten beigetreten. Wegen zahlreicher „Querelen“ mit der Feuerwehr Hofstetten entschloss man sich, in Marquardsholz eine eigene Feuerwehr zu gründen, deren Kommandant Peter Kroner wurde – und es 32 Jahre blieb. Zum Schluss seiner Ausführungen betonte er, dass die 32 Jahre eine lange, aber auch schöne Zeit gewesen sei und es gut sei, dass die Altersgrenze von 63 Jahren bestünde, da man auf Grund seines Alters doch vieles nicht mehr so erledigen könne, wie in jungen Jahren. Doch betonte er auch ausdrücklich dass wir „erst richtig gut werden, wenn es eng wird“.

Johann Gerner sagte anschließend, dass sich Peter Kroner schon vor der Gründung der Wehr im Dorf engagiert habe und beispielsweise bei der Christbaum-Versteigerung alles gemacht – beschafft – und dann auch noch versteigert habe und sich nie unterkriegen haben lasse. Auch bei der Beantragung und Planung für den Feuerwehrhausbau habe er nie klein beigegeben und nach der Fertigstellung das bisherige Feuerwehrhaus verkauft, um den Erlös hieraus für die Finanzierung des Neubaus zu verwenden. Zu seinen Aufgaben als Kommandant lässt er es sich nicht nehmen, die Rasenflächen rund ums Feuerwehrhaus zu pflegen. „Peter ist für uns alle ein Vorbild, er hat es geschafft, dass viele seit der Gründung der Feuerwehr eine Heimat gefunden haben“, betonte Gerner ausdrücklich. Sicherlich seien die 32 Jahre als Kommandant nicht immer eitel Sonnenschein gewesen, doch hätte er vieles nicht machen können, wäre seine Frau Christl nicht hinter ihm gestanden, fuhr der Vorsitzende fort.

Als Dank für sein unermüdliches Schaffen für die Freiwillige Feuerwehr Marquardsholz wurde Peter Kroner mit sofortiger Wirkung zum Ehrenkommandanten ernannt. Außerdem erhielten er und seine Frau einen Gutschein für einen Wellness-Aufenthalt in Bad Füssing.

Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl, der wegen einer Erkältung kaum ein Wort reden konnte, tat etwas, das er – nach eigenen Angaben – noch nie öffentlich gemacht habe: Er dankte Peter Kroner mit einer herzlichen Umarmung. Dennoch bemühte er sich, mit wenigen Worten zu sagen, dass Peter Kroner große Spuren hinterlassen habe und es für seinen Nachfolger nicht leicht sei, dies nachzumachen. Doch sei er sicher, dass Martin Eckmann sich bemühe, alles zum Besten zu tun. Weiter betonte Mahl, dass die Feuerwehren – egal ob groß oder klein – enorm wichtig für den Brandschutz seien und hervorragend ausgebildet sind. Die Aktiven bat er, das bisherige Vertrauen, das sie Peter Kroner entgegen gebracht haben, auch dem neuen Kommandanten zu zeigen. Zu Peter Kroner sagte er, dass er sicherlich weiterhin eine Tätigkeit bei der Feuerwehr fände und so keinesfalls in ein Loch fallen würde.

Landrat Herbert Eckstein betonte, dass es nahezu unvorstellbar sei, 32 Jahre einer Feuerwehr vorzustehen. Peter Kroner habe damit zusammen mit einem weiteren Kommandanten, die zweitlängste Dienstzeit im Landkreis Roth erbracht. Er sei ein leidenschaftlicher Kämpfer gewesen und das, was er gesagt habe, sei gemacht worden. Mit den Worten: Peter Kroner konnte lachen, feiern aber im entscheidenden Moment auch mitarbeiten, dankte Eckstein für alles mit einem Geschenk.

Nach seiner einstimmigen Wahl bedankte sich der neue Kommandant Martin Eckmann für das in ihn gesetzte Vertrauen und betonte, er werde alles daran setzen, die Aktiven nicht zu enttäuschen. Er habe sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, dieses Amt anzunehmen und sei sich bewusst, dass er sich bei Fragen jederzeit an den neuen Ehrenkommandanten wenden könne.

Kreisbrandinspektor Erhard Schneider dankte Peter Kroner ebenfalls für die Zusammenarbeit und bestätigte, dass Probleme immer zufriedenstellend gelöst werden konnten. Der Feuerwehrführung im Landkreis liege sehr viel an den kleineren Feuerwehren, die für die Sicherheit der Bevölkerung enorm wichtig seien. Schneider bestätigte, dass alle Wehren im Landkreis die Grundvoraussetzungen für die Ausbildung erfüllten und sehe hierdurch keine Probleme aufkommen.

Auch Kreisbrandrat Werner Löchl bestätigte, dass der neue Kommandant keine Angst haben müsse, seiner neuen Aufgabe nicht gewachsen zu sein. Mit den Worten: „Wenn wir dran bleiben, bringen wir alles zusammen“, bot er Eckmann stets Hilfestellung an. An Peter Kroner gewandt, sagte der KBR: „Damit du nicht in ein allzu tiefes Loch fällst, biete ich dir an, künftig als Fahrlehrer für Feuerwehrfahrzeuge – ehrenamtlich – tätig zu werden“. Löchl dankte Kroner für die lange Dienstzeit – dieser seinerseits nahm das Angebot des KBR gerne an.

Jürgen Flierl, Kommandant der Stützpunktwehr Hilpoltstein, sagte, dass er Peter Kroner bereits seit seiner Kindheit kenne und ihn als Nachbarbub noch mit „Herr Kroner“ angeredet habe. Viele Jahre sei er eine Stütze für unsere Wehr gewesen und sei auch künftig jederzeit herzlich willkommen.

Zum Schluss der Versammlung bat auch der Vorsitzende die Aktiven, mit dem neuen Kommandanten ebenso gut zusammen zu arbeiten, wie mit Peter Kroner.

Hinweis: Der Artikel und die Bilder wurden von Rudi Heubusch eingereicht und zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank


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Archivbeitrag: 827 - 2014-01-29 06:16:21

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Dietmar Hättig

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